Offene Mitteilung an die Mitglieder der DJG Hessen

Die schlimmsten Befürchtungen der hessischen Beamten sind eingetreten.
Am 11.05.2016 hat die Landesregierung das Gesetz über die Anpassung der Besoldung und Versorgung in Hessen 2016 eingebracht. Damit sollen, wie bereits im Koalitionsvertrag vereinbart, die Beamtinnen und Beamten des Landes Hessen mit einer 1 % Lohnsteigerung abgespeist werden.

Mit gleichem Datum hat uns der Fraktionsvorsitzende der CDU erklärt, „dass angesichts der aktuellen Inflationsrate von nahezu null Prozent“, das nunmehr gewährte 1 % eine Steigerung der Besoldung darstellen würde. Auch hat er uns erklärt, „dass die Besoldung der Beamten seit dem Jahre 2000 fast genauso angestiegen sei, wie die Löhne der Tarifbeschäftigten“.

Bei diesen Erklärungsversuchen stellt sich einem hess. Beamten schon die Frage, ob schlechte Rechenkünste Grundvoraussetzung sind, um in einer Regierungskoalition in Hessen Mitglied zu werden.
Beamte haben eine Arbeitszeit von 42 Stunden in Hessen, Tarifbeschäftigte eine von 40 Stunden.
Beamte haben ein Minus von 3,4 % gegenüber der Angestelltentariferhöhung aus den Jahren 2015 und 2016.

Dies alles verbunden mit einem erheblichen Abbau von Stellen, eines immerwährenden Steigerns des Arbeitsdrucks und der Tatsache, dass in allen Bereichen Überstunden in unermesslicher Höhe  vorangeschoben werden.

Dabei spricht die CDU Hessen von einer weiteren Besoldungssteigerung bei den hess. Beamten.
Ist ihr dabei entgangen, dass es im Jahre 2015 überhaupt keine Steigerung gegeben hat und statt dessen den Beamten Geld genommen wurde, um den Beihilfeanspruch zu behalten?

Wir sehen dies als einen Akt der absoluten Geringschätzigkeit unseres Dienstherrn gegenüber den Beamtinnen und Beamten in Hessen.

Sehr verehrte Mitglieder der hessischen Landesregierung.

Das Maß ist voll.

Wir lassen uns nicht mehr mit wohlwollenden Worten in der Vorweihnachtszeit abspeisen. Damit können wir unsere Familien nicht ernähren und unseren Verpflichtungen nicht nachkommen.

Wir hoffen auf den DBB Hessen und der Ankündigung  der Einreichung einer Klage.
Wir unterstützen den Weg des DBB Hessen ausdrücklich. Hier ist jammern nicht mehr angesagt, hier heißt es klagen.

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